Artikel

Design the future





„Unser Unternehmen braucht einen Namen, der einmalig ist! Unter den Anbietern für Softwarelösungen gibt es so viele Namen, die doppelt und dreifach besetzt sind. Vielleicht schreiben manche ihren Namen ein bisschen anders oder sind in einem anderen Land tätig, es ist trotzdem immer dasselbe: der Name ist nicht einzigartig.

Ein einzigartiger Name ist für uns aber sehr wichtig, damit wir es unterstreichen können, wer wir sind und damit man sofort sieht: die sind anders, die sind besser!“ So begrüßte uns eines Morgens der Kunde, den wir seit mehreren Jahren kannten und der jetzt im Begriff stand, sein Unternehmen umzufirmieren.

– Wir wissen, dass Sie besser sind, sagten wir, aber ein ganz einmaliger Name ist nicht so einfach zu finden, auch im Zeitalter von Google & Co. nicht, versuchten wir zu kontern. – Das mag sein, er würde uns aber als solche kennen, die manches Unmögliche schon möglich gemacht hätten, antwortete der Kunde. Da konnten wir natürlich nur versprechen, unser Bestes zu tun.

Bevor wir uns an die Arbeit machten, rieten wir dem Kunden, mit dem Namen einen Slogan zu kreieren, da ein Slogan im Gedächtnis „hängen bleibt“ und kurz und bündig verkündigt, wofür das Unternehmen steht. Er war einverstanden.

Also fragten wir uns: Was charakterisiert das Unternehmen am besten, was sind die Ziele, was ist die Idee dahinter, was ist der gemeinsame Nenner bei allen Aktivitäten des Unternehmens, was ist die Vision, was ist der Nutzen, was bekommen die Kunden, was ist das Besondere? Durch Abstraktion zur Reduktion, zu einem „spitzen“ Namen, zur Essenz der Dienstleistung kann man nämlich nur durch viele Fragen und durch die Betrachtung der Sache aus verschiedenen Blickwinkeln durchdringen.

Und in diesem Fall war die Essenz folgende: Die Softwaredienstleistungen unseres Kunden ermöglichen es seinen Kunden, ihr Geschäft weit in die Zukunft hinein effizient zu führen. Da hatten wir „das Destillat“: es ist etwas für die Zukunft! Und so fingen wir an, zu suchen: deutsche Wörter, englische Wörter, lateinische Wörter, französische Wörter – vieles passte nicht oder existierte schon, einiges klang zwar gut, aber konnte nicht so richtig „vom Hocker reißen“.

Wir suchten also weiter und weiter, bis jemand sagte, hey, wir kennen doch auch noch andere Sprachen, wie wäre es zum Beispiel mit Finnisch? Mit Finnisch?? Ja, mit Finnisch! Wenn wir an die Zukunft denken – da wäre das finnische Wort „tulevaisuus“ (= Zukunft). Dieses Wort war eindeutig zu lang, führte uns aber zu dem Adjektiv „tuleva“ (=das, was in der Zukunft sein wird). Das Wort klang gut, war als Name einmalig und hatte auch noch die richtige Bedeutung – wir hatten den richtigen Namen gefunden! Wir mischten den Namen „Tuleva“ unter andere Vorschläge und warteten gespannt auf die Reaktion des Kunden.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der begeisterte Kunde rief an: wir sind alle ganz unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis gekommen – wir werden „Tuleva AG“ heißen! Der Name ist einfach schön und beim googeln taucht nichts auf, was mit uns verwechselt werden könnte.

Wie wir auf den Namen gekommen wären und ob er eine Bedeutung hätte, wollte unser Kunde noch wissen. Nachdem wir ihm die Bedeutung des Wortes erklärt hatten, war die Begeisterung noch größer. Jetzt fehlte nur noch der Slogan. Der brauchte auch einiges an Brainstorming, aber am Ende gewann die mutige und selbstbewusste Variante: Tuleva – Design the future!




Hinterlasse eine Antwort

  

  

  

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>